Hypophysenchirurgie

Operativ behandelbare Erkrankungen der Hypophyse und der umgebenden Strukturen spielen seit über 35 Jahren eine große Rolle in der Neurochirurgie des UKE. Aktuell werden pro Jahr über 200 Patienten an entsprechenden Tumorerkrankungen behandelt. Damit zählt die Hypophysenchirurgie des UKE zu den beiden größten Zentren in Deutschland.

Etwa 80% der Operationen werden bei Hypophysenadenomen wie hormoninaktiven Adenomen, Morbus Cushing, Akromegalie oder TSHom durchgeführt. In den restlichen 20% der Operationen handelt es sich um andere Pathologien wie z.B. Kraniopharyngiom oder Metastasen. Wenn technisch sinnvoll, wird der transnasale OP-Zugang dem Patienten angeboten, da diese Technik bessere Ergebnisse und geringere Risiken ermöglicht. Zunehmend wird die erweiterte transnasale Schädelbasis-Chirurgie bei ausgedehnten Schädelbasis-Erkrankungen zum Einsatz gebracht. Die Erfolgsraten bei Mikroadenomen (<1 cm) liegt bei über 90%, bei Makroadenomen bis zu 65% für eine komplette Tumorentfernung/Heilung. Das operative Risiko für schwere Komplikationen beläuft sich auf unter 1%.

Mit der Endokrinologie zusammen werden die Patienten interdisziplinär prä- und postoperativ betreut. Dadurch ist eine optimale Versorgung während des stationären Aufenthaltes gewährleistet. Das UKE verfügt über alle für Ihre Behandlung erforderlichen und modernen technischen Ausstattungen wie Hormonmessungen, MR-Tomographie, Angiographie, intraoperative Dopplersonographie, Mikrochirurgie, Endoskopie, Neuronavigation, Neuropathologie und Neuro-Anästhesie. Ein hochmodernen OP-Trakt und bei Bedarf eine Intensivstation sind rund um die Uhr verfügbar.

Für ärztliche Kolleginnen/Kollegen besteht die Möglichkeit einer Fallkonferenz per Video, um das konkrete Vorgehen festzulegen.

Sollte eine OP sinnvoll sein, wird ein Termin zur stationären Aufnahme vereinbart. Normalerweise ist der stationäre Aufenthalt mit etwa 7 Tagen einzukalkulieren. Am 1. Tag wird – soweit keine Zusatzuntersuchungen erforderlich sind – die OP-Aufklärung von Neurochirurgie und Anästhesie erfolgen, ferner eine körperliche Untersuchung und eine Blutentnahme. Am 2. Tag findet die OP statt. In den Folgetagen erholen Sie sich von dem Eingriff und es werden Blut- und Hormonkontrollen durchgeführt, bei Bedarf auch eine erneute MRT-Untersuchung. Anschließend ist ein Rückflug nach Hause möglich.

Ihre Behandlungsanfrage richten Sie bitte direkt an das UKE International Office. 

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