Dysgnathiechirurgie

Die Fehlstellungen des Gesichtsskelettes (Dysgnathien) sind eine sehr gut kombiniert kieferorthopädisch/kieferchirurgisch zu behandelnde Abweichung von der normalen Funktion und Ästhetik des Gesichtes. Dabei sind die Lage von Ober- und Unterkiefer zueinander, die Lage der Kiefer in Bezug zur Schädelbasis sowie die Zahnstellung nicht korrekt. Außerdem finden sich dadurch häufig dysharmonische Störungen im Profil. Diese Anomalien können zu unterschiedlichen Problemen, wie z.B. Kau-, Schluck- und Sprechstörungen, aber auch zu Kiefergelenk, Kopf- oder Rückenschmerzen führen. Zusätzlich kann die Nasenatmung gestört sein.

Die Operation findet unter Vollnarkose statt und trägt heutzutage nur ein sehr geringes Risiko. Während der Operation werden die Kiefer mit Mini-Titanplatten sowie Titanschrauben in ihrer geplanten, neuen Position fixiert. Diese verbleiben am Knochen des Patienten. Nur wenn diese stören oder sich infizieren sollten, kann eine Entfernung durchgeführt werden. Bei reizlosen Verhältnissen werden die Plättchen belassen. Während der gesamten Operation werden alle Schnitte innerhalb des Mundes angelegt. Von außen werden keine Schnitte nötig.

Mit einem Kieferorthopäden zusammen werden unsere Patienten interdisziplinär prä- und postoperativ betreut. Dadurch ist eine optimale Versorgung während des stationären Aufenthaltes gewährleistet. Das UKE verfügt über alle für Ihre Behandlung erforderlichen und modernen technischen Ausstattungen – Digitale Volumentomographie, 3D-Foto, Software zur Planung der Umstellungsoperation mit der Möglichkeit zur Simulation des Operationsergebnisses, intraoperative Navigation, Mikrochirurgie, einen hochmodernen OP-Trakt und bei Bedarf eine Intensivstation sowie eine Intermediate Care Intensivstation sind rund um die Uhr verfügbar.

Nach ambulanter Kontaktaufnahme oder Zusendung der Befunde, Fotos und Röntgenbilder (z.B. auf CD) sowie ggf. zahnärztlicher Kiefermodelle wird die Indikation zur OP geklärt. Normalerweise ist der stationäre Aufenthalt mit etwa 5-6 Tagen einzukalkulieren. Am 1. Tag wird – soweit keine Zusatzuntersuchungen erforderlich sind – die OP-Aufklärung von MKG-chirurgischer und anästhesiologischer Seite erfolgen, ferner eine körperliche Untersuchung und eine Blutentnahme. Am 2. Tag findet die OP statt. In den Folgetagen erholt sich der Patient von dem Eingriff. Anschließend ist eine Rückkehr ins Heimatland möglich. Nach 3-4 Wochen kann der Kieferorthopäde im Heimatland mit der postoperativen Feineinstellung beginnen – hierbei wird er telefonisch von uns unterstützt.

Ihre Behandlungsanfrage richten Sie bitte direkt an das UKE International Office.

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